Leptospirose-Impfung kann Leben retten

Leptospirose – ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Ein Drittel der erkrankten Tieren sterben. Glücklicherweise kann man gegen diese Krankheit wirksam vorbeugen – mit einer Impfung.

Der häufigste Übertragungsweg ist die Aufnahme von mit Rattenharn verunreinigtem Wasser z.B. aus Pfützen. Der Erreger wird von infizierten Tieren mit dem Urin ausgeschieden und kann vom Hund über Haut und Schleimhäute aufgenommen werden.
Etwa 5 - 7 Tage später treten erste Symptome auf. Meist sind das Schwäche und Appetitlosigkeit. Die Infektion kann zu Gelbsucht, Nierenversagen, Anämie (Blutarmut) und manchmal auch zu Lungenblutungen führen.
Der Erreger verbreitet sich zunächst im Blut und setzt sich dann aber auch in den Organen wie Leber, Niere, Milz und auch der Lunge fest. Welches Organ „bevorzugt“ in Mitleidenschaft gezogen wird, hängt von der Unterart des Erregers ab.
Die Erkrankung ist eine so genannte Zoonose. Das bedeutet, dass sie vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Ein Grund mehr, Hunde dagegen zu impfen.

Urintest kann bestimmte Krebsarten bei Haustieren nachweisen

Studienergebnisse der Bielefelder Tierklinik liegen vor.

Ein einfacher Urintest kann jetzt helfen, Krebs bei Hunden zu erkennen.: Harnblasenkrebs und Harnröhrenkrebs. Dr. Dr. Peter Pantke, wissenschaftlicher Leiter unserer Tierklinik hat gemeinsam mit Privat-Dozentin Dr. Heike Aupperle-Lellbach von Laboklin, einem der größten deutschen Labors für Tiermedizin, geforscht.

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Neue Auszubildende

Unsere neuen Azubis zur Tiermedizinischen Fachangestellten haben ihre Ausbildung begonnen. Willkommen im Team.
v.li.n.re.: Johanna Tomann, Nina Schildmacher, Diandra Biermann, Franziska Greitemeier und Judith Redeker.

Sommerhitze: Erhöhtes Risiko für Magen- Darm-Erkrankungen

Mit der Hitze steigt das Risiko für Magen- Darm-Erkrankungen. Abgeschlagenheit, Durchfälle, Erbrechen, manchmal mit Fieber. Viele Hunde und Katzen werden mit diesen Symptomen zu uns in die Tierklinik gebracht.
Erstmaßnahmen sind Ruhe und ein Schattenplatz für das Tier, kein Futter geben, damit sich der Bauch erholen kann und viel Wasser anbieten.
Bei blutigem Durchfall: Sofort zum Tierarzt, damit die Ursache abgeklärt und dem Tier geholfen werden kann.
Hält der Durchfall 24 Stunden an, empfehlen wir ebenfalls dringend einen Tierarztbesuch. Bei diesen Temperaturen kann ein Tier schnell austrocknen.
Besonders gefährdet sind Welpen und alte Tiere oder Tiere mit Vorerkrankungen - sie sollten sofort behandelt werden.

Wenn ihr unsicher seid: Wir beraten und helfen euch gerne.

Grannen kleine Körner mit großen Folgen

Toben auf der Wiese kann so schön sein, aber...

vorsicht vor den kleinen Körnchen mit großen Folgen: Grannen. Mit ihren klitzekleinen Widerhaken setzen sich die Gras- oder Getreidegrannen in Nase, Ohren oder unter Augenlidern fest. Erste Anzeichen für einen solchen Fremdkörper in Nase und Ohren sind Niesen, Reiben des Kopfes auf dem Boden oder mit der Pfote. Reiben mit der Pfote wird der Hund auch, wenn eine Granne ins Auge kommt.
Entfernt man die Grannen nicht, können sie wandern oder sich mit einer schlimmen Entzündung verkapseln.
Auch im Fell und unter dem Fell in der Haut können sich Grannen festsetzen. Deshalb: Hund absuchen und bürsten. Eine Pfotenkontrolle, besonders zwischen den Zehen, ist ebenfalls wichtig. Was Nase und Ohren betrifft: Je eher ihr die Grannen sachkundig entfernen lasst, umso leichter geht's und umso weniger muss euer Tier leiden.

Unsere Bilder zeigen, wie wir in die Nase schauen und einen Blick der Mini-Kamera aus der Nase, in der Grannen feststecken.

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Heißes Thema: Gassi in der Sommerhitze

Kein Thema hat auf unserer Facebookseite so hohe Wellen geschlagen wie unsere Warnung: Vermeidet lange Gassirunden mit eurem Hund auf heißem Asphalt in der Sommerhitze. Schmerzhafte Pfotenverbrennungen können die Folge sein.

Schon bei nur 25 Grad Lufttemperaturen kann sich der Boden auf mehr als 60 Grad aufheizen. Bei langen Hunderunden zu Fuß oder erst recht am Fahrrad hat das für den Hund Schmerzen und Verbrennungen der empfindlichen Ballen zur Folge. Wir empfehlen auch hier den Selbstversuch „Barfuss-Test“! Übrigens: Spaziergänge am frühen Morgen oder späteren Abend im schattigen Wald am Bach entlang sind für Mensch und Hunde gesünder!

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Blutspender auf vier Pfoten gesucht

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Von links nach rechts: Dr. Kristina Loth mit Blutspenderin Fadia und Besitzerin Kerstin Sasse. Blutspenderin Skrållan im Wartezimmer. Schäferhund Nash hat auch schon drei Mal Blut gespendet.

Blutspenden können Leben retten. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde. Nach Unfällen, schweren Operationen mit hohem Blutverlust, können auch Hunde auf Fremdblut angewiesen sein. Und es kann jeden Hund treffen…
Blut spenden können alle gesunden erwachsenen Hund, die mehr als 20 Kilo wiegen. Die Tiere sollten nicht älter als neun Jahre sein, Hunde, die aus dem Ausland kommen, müssen wir leider wegen der medizinischen Restrisiken ausschließen.
Da es keine Blutbanken für Hunde gibt, führt unsere Klinik eine eigene Kartei und ruft im Notfall die Menschen unserer Spenderhunde an. Je mehr Hunde in unserer Datei sind, umso größer die Chance für die Patienten, die Hilfe brauchen.

Selbstverständlich sind alle Spenderhunde von uns gründlich untersucht worden, dazu gehört auch eine Blutuntersuchung - für den Halter kostenlos. Ein Säckchen Futter gibt es als "Dankeschön".
Wenn auch euer Hund „Blutspender“ werden soll, schreibt eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hundemalaria in OWL: Schützt eure Tiere

Dieses "Blutbild" hatten wir so nicht erwartet. Es zeigt Babesien (Kreis) in roten Blutkörperchen eines Hundes, der an der so genannten Hundemalaria erkrankt ist. Diese Krankheit wird durch Zecken übertragen.

Zum ersten Mal zeigte in unserer Klinik ein Hund diese Erkrankung, der OWL nie verlassen hatte. Bisher hatten wir nur Babesiose-Patienten, die aus dem Ausland stammten oder verreist waren. Wir müssen also davon ausgehen, dass die Auwaldzecke, die diese Krankheit überträgt, inzwischen auch bei uns heimisch ist.
Hundemalaria ist lebensbedrohend, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird. Die Babesien zerstören die roten Blutkörperchen.

Bitte schützt eure Hunde vor Zecken! Wir beraten euch gerne.

Tiermedizin mit Verantwortung: Weniger Antibiotika verordnet

Weniger Antibiotika verordnet - das ist das Ergebnis einer Untersuchung der AniCura, die den Antibiotika-Einsatz bei 3231 Hunden in ihren Tierkliniken zwischen 2016 und 2017 in mehreren europäischen Ländern untersucht hat.

Unsere Klinik - Teil der AniCura-Familie - war Teil dieser Untersuchung, und auch wir haben 2017 wesentlich weniger Antibiotika einsetzen müssen.
Eine positive Entwicklung, denn nicht anders als Menschen, entwickeln auch unsere tierischen Patienten Resistenzen. Das bedeutet: Die schädlichen Bakterien sprechen nicht mehr auf die Antibiose an.

Antibiotika sind auch in unserer Tierklinik unverzichtbar, um Patienten helfen zu können. Aber wir wägen hier sehr genau ab. Noch strengere Hygiene-Standards - vor, während und nach OPs - helfen zum Beispiel in diesem Bereich die Antibiotika zu reduzieren.