Tierklinik Bielefeld: Tier-Physiotherapie |
||||||
|
Die Massage besteht aus einer auf das einzelne Tier angepassten Kombination von Grifftechniken. Je nach Durchführung kann die Muskulatur angeregt oder entspannt werden, Verklebungen von Gewebeschichten werden gelöst und die Durchblutung von Haut, Unterhaut und Muskulatur wird gesteigert.
Die Lymphdrainage gehört zu den manuellen Therapien der physikalischen Medizin. Durch die mit leichtem Druck ausgeführten Bewegungen von Haut und Unterhaut wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem verschoben. So werden Ödeme ausgeschwemmt, Schmerzen nach Operationen oder Verletzungen reduziert und der Heilungsprozess beschleunigt.
Unter dem Begriff "physikalische Therapie" sind so genannte technische Anwendungen zusammengefasst wie Magnetfeldbestrahlung oder Reizstromtherapie inkl. TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation). Das Magnetfeld wird zur Förderung der Heilung nach Gelenkoperationen und Frakturen sowie zur konservativen Therapie - z.B. von Rückenproblemen - angewandt. Die Reizstromtherapie wird als Schmerztherapie besonders bei Arthrosen, Spondylosen/Spondylarthorsen und nach orthopädischen Operationen eingesetzt, ebenso bei der Prävention des Muskelabbaus und zur Unterstützung des Muskelaufbaus.
|
Es werden aktive und passive Bewegungstechniken unterschieden. Bei den
passiven Techniken werden die entsprechenden Gelenke ohne Muskelkraft des Hundes
passiv vom Therapeuten bewegt. Dadurch sollen die Gelenke beweglich bleiben,
eine verbesserte Durchblutung der Muskulatur herbeigeführt und Schmerzen
gelindert werden. In den aktiven Techniken werden die Tierbesitzer deutlich mehr
mit eingebunden. Hier soll das Tier durch aktives Mitarbeiten und Muskelarbeit
(z.B. Slalomlaufen, Bergaufgehen, Cavaletti) die Koordination schulen und die
Muskulatur stärken.
Hierdurch soll die Rehabilitation gefördert und Folgeschäden von
Gelenkfehlerkrankungen entgegengewirkt werden.
|
Das Unterwasser-Laufband ist ein wichtiger Bestandteil in der Physiotherapie für Hunde. Das Eigengewicht des Tieres wird bei der Unterwassertherapie bis zu 90% verringert, was die Gelenkbelastung deutlich verringert. So hat sich diese Art der Tierphysiotherapie besonders bei der post-operativen Behandlung nach orthopädischen Eingriffen bewährt. Die Genesungszeit verkürzt sich dadurch erheblich - die Tiere sind deutlich schneller wieder fit! Aber auch andere Gelenk- und Rückenmarkserkrankungen werden positiv beeinflusst. Durch individuelle Übungsprogramme kann der geschwächte Muskelapparat optimal trainiert und wiederaufgebaut werden.
Dieses Video (Größe: ca 1,3 MB) sollte nach etwas Ladezeit automatisch starten, wenn die Sicherheitsbestimmungen Ihres Browsers es zulassen (Active-X-Controls erlaubt).
Alternativ können Sie das Video über diesen Link manuell aufrufen: Hund im Unterwasser-Laufband
In der Tierphysiotherapie kann der gezielte Einsatz der Kältetherapie aufgrund seiner schmerzstillenden, adstringierenden Wirkung sowie der Wärmetherapie aufgrund seiner durchblutungsfördernden Wirkung eine sehr hilfreiche Unterstützung anderer Therapieformen sein.
|
Zu Beginn und zum Abschluss sollte eine physiotherapeutische Eingangs- bzw.
Ausgangsuntersuchung erfolgen.
Die Dauer der Behandlungseinheiten ist stark abhängig vom Einzelfall, beträgt
in der Regel 5 bis 10 Behandlungen á 20 - 45 Minuten.
Zurück zu: "Spezielle Leistungen unserer Tierklinik"