Tierklinik Bielefeld: Dermatologie |
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In der tierärztlichen Sprechstunde nehmen Hauterkrankungen einen bedeutenden Platz ein. Immer mehr Tiere leiden an chronischen dermatologischen Problemen, die auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen sein können.
Hauterkrankungen können sich äußerlich in sehr ähnlicher Form darstellen. Für eine verlässliche Diagnostik wird in der Sprechstunde noch vor der eigentlichen Untersuchung des Tieres durch das intensive Gespräch des Facharztes mit den Patientenbesitzern die Krankengeschichte erörtert.
Bei dieser Erstvorstellung, die bis zu eine Stunde beanspruchen kann, wird mit Ihnen die genaue Vorgeschichte analysiert. Nach Auswertung der Vorgeschichte und erster Laborergebnisse besprechen wir mit Ihnen die möglichen Ursachen der Erkrankung Ihres Tieres und das weitere Vorgehen.
In unserer Klinik können Sie Ihr Tier von einer Spezialistin für Hauterkrankungen untersuchen lassen. Da manche Erkrankungen tiefer liegende innere Ursachen haben, beziehen wir bei Bedarf auf kurzem Wege auch Tierärzte anderer Fachgebiete ein.
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Die mit Abstand häufigsten Hautinfektionen sind bakterieller Natur. Sie können als so genannte Sekundärinfektionen Erkrankungen aufgrund anderer Ursachen (z.B. Allergien, Parasitosen, hormonelle oder immunologische Krankheiten) verschlimmern und verkomplizieren. Bei der Behandlung dieser Entzündungen müssen die Erreger lange genug - d.h. mindestens drei Wochen - bekämpft werden. Ausschlaggebend ist jedoch, dass die Grunderkrankung erkannt und gleichermaßen therapiert wird.
Auch Pilzinfektionen sind in der Sprechstunde keine seltenen Probleme. Hierbei muss zwischen Hefepilzen und ansteckenden Mykosen (Pilzerkrankungen) unterschieden werden. Da einige dieser Erkrankungen auch auf den Menschen übertragbar sein können, ist eine genaue Diagnose von entscheidender Bedeutung.
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Eine Vielzahl unterschiedlicher Parasiten können zu Hauterkrankungen bei Hund und Katze, aber auch Kleinnagern wie Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Hamstern führen.
Oft äußert sich der Befall bei den betroffenen Tieren mit Juckreiz und entzündlichen Hautveränderungen. Gelegentlich ist der Nachweis von Parasiten schwer und bei entsprechenden Hinweisen sind so genannte Verdachtsbehandlungen sinnvoll.
Parasitäre Erkrankungen sind fast ausnahmslos heilbar, trotzdem sind bei der Behandlung Faktoren wie z.B. die Umgebung und Haltungsbedingungen zu berücksichtigen.
In diese Kategorie fallen sowohl Nahrungsmittel- als auch umweltbedingte Allergien. Viele Patienten leiden bereits seit Jahren an den Symptomen dieser Erkrankungen (Juckreiz, Entzündungen, Durchfall) und häufig wurde nach den eigentlichen Ursachen (Allergene) nicht gesucht. Doch nur, wenn diese Faktoren ermittelt werden können, sind ständige Rückfälle vermeidbar und die Prognose gut. Mithilfe spezieller Diäten und Allergietests gelingt es in den allermeisten Fällen, zum Kern der Problematik vorzudringen und eine ursächliche Behandlung einzuleiten.
Dennoch gelten alle Allergiearten bei unseren Haustieren als nicht heilbar und erfordern gerade aus diesem Grund unseren besonderen Einsatz und intensive Fürsorge. Bei vielen Patienten kann allerdings mit einem guten "Management" das Leiden gemildert und die Symptome schonend bekämpft werden.
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