Spezielle chirurgische Leistungen unserer Tierklinik |
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Unsere Klinik bietet neben den üblichen Weichteil-, Knochen und
Wirbelsäulenoperationen und Arthroskopien ein Spektrum von Operationen an, die
nur an wenigen Kliniken in Deutschland durchgeführt werden. Ihr Ansprechpartner
für diese Operationen ist Dr. Kay Schmerbach.
Das Spektrum wird ständig erweitert und die durchgeführten Operationstechniken
dem aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst.
Zu diesen Operationen gehören:
Termine: In der Regel wird vor der Operation eine Voruntersuchung im Rahmen der Chirurgischen Sprechstunde durchgeführt. Dieser Termin dient der Untersuchung des Tieres, aber auch der Planung eventueller weiterer Voruntersuchungen und der Operation. Terminabsprachen führt unsere Anmeldung durch.
Bei Tieren mit einem Lebershunt wird die Leber durch ein Gefäß
umgangen und ein unterschiedlich großer Anteil des Blutes gelangt somit ohne
Entgiftung in den Kreislauf.
Hierdurch kommt es zu verschiedenen Symptomen wie: Verhaltensänderungen,
Speicheln, Krämpfe, Erbrechen, Harnwegserkrankungen, Blindheit oder Abmagerung.
Die Therapie eines Lebershunts besteht meistens in
einer Operation mit dem Ziel, das abnorme Gefäß zu verschließen. Wenn das
Gefäß erfolgreich verschlossen werden kann, bestehen gute Chancen, dass die
Tiere ein normales Lebensalter erreichen und eine normale Ernährung vertragen.
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Die Larynxparalyse (Kehlkopflähmung) kann angeboren sein, häufiger tritt sie jedoch bei
älteren Tieren auf. Hunde größerer Rassen und Tiere mit zu hohem
Körpergewicht sind häufiger betroffen. Bei Tieren mit einer Kehlkopflähmung kann die Weitung der
Atemwege nicht stattfinden. Die Stimmbänder werden bei der Einatmung in die
Atemwege hinein gezogen und verlegen sie.
In leichteren Fällen der Larynxparalyse sind bei
betroffenen Tieren lediglich röchelnde Atemgeräusche hörbar, die bei
Anstrengung oder Aufregung stärker werden. In Extremfällen
kann eine lebensbedrohliche Atemnot auftreten.
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Wenn z.B. nach einem Unfall Wirbel gebrochen oder zwei Wirbel
gegeneinander verrenkt sind, liegt immer eine für das Tier bedrohliche
Situation vor, da bei einer
Schädigung der Wirbelsäule ein großes Risiko besteht, dass auch die Nerven
des Rückenmarkes geschädigt werden. In diesem Fall können die Tiere nicht
mehr richtig laufen, im Extremfall auch völlig gelähmt sein. Außerdem können
Organfunktionen wie der Harnabsatz oder auch die Atmung eingeschränkt sein.
Sollte Ihr Tier nach einem Unfall einen unkoordinierten Gang zeigen oder
gelähmt sein, sollten Sie unverzüglich in die Klinik kommen. Beim Transport
sollte das Tier möglichst wenig bewegt werden und am besten auf der Seite
liegen. Am sichersten ist der Transport auf einem Brett oder einer stabilen
Matte.
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Das sog. Wobbler-Syndrom
kommt am häufigsten beim Dobermann vor. Im Bereich der Halswirbelsäule liegt bei den
betroffenen Tieren eine Fehlbildung der Wirbel oder des Bandapparates vor. Die Wirbel können sich gegeneinander
verschieben und durch eine Einengung des Wirbelkanals das Rückenmark schädigen.
Wenn die
Operation frühzeitig nach Auffallen von Symptomen des Wobbler-Syndroms erfolgt, sind die
Erfolgsaussichten gut. Je länger die Probleme vor einer Operation bestanden und
je deutlicher die vorhandenen neurologischen Ausfälle (Koordinationsstörung,
Lähmung, Harnträufeln etc.) sind, desto vorsichtiger sind die Aussichten auf
eine vollständige Heilung.
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Diese Methode wird bei Hunden mit Kreuzbandriss angewandt. Beim Riss des vorderen
Kreuzbandes verschieben sich Unterschenkel- und Oberschenkelknochen
gegeneinander, wenn das Tier den Fuß auf den Boden setzt. Dadurch kommt es zu
Schmerzen, Lahmheit, Knorpelschäden und mit der Zeit zur Zerstörung des (in
vielen Fällen bereits vorgeschädigten) Kniegelenkes durch eine Arthrose.
Bei der TPLO wird der Knochen
so umgestellt, dass Ober- und Unterschenkel sich nicht mehr gegeneinander
verschieben, wenn das Tier das Bein belastet. Die Operation eignet
sich besonders für große Hunde, bei denen Ersatzbandtechniken auf
Dauer oft nicht ausreichend stabil sind.
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Knochenfehlstellungen können angeboren sein, im Wachstum auftreten oder sind
durch Heilung von Knochenbrüchen in falscher
Stellung verursacht. Bei manchen Rassen (z.B. Teckel, Basset) gehört die
Knochenfehlstellung, insbesondere der Unterarme, zum "Rassestandard".
Ist die Funktion der entsprechenden
Gliedmaße durch die Fehlstellung deutlich eingeschränkt oder werden Gelenke
geschädigt, muss eine Korrektur der Knochenachse erfolgen.
Bei der Korrekturosteotomie wird der fehlgestellte Knochen zuerst durchtrennt. Anschließend wird
die Knochenachse gerade gestellt und die Knochenenden werden mit einer Knochenplatte
und Schrauben oder einem "Fixateur externe" stabilisiert. Dieses äußere Gestell
wird langsam im Laufe der Zeit den gewünschten
Verhältnissen angepasst, wodurch auch der Knochen in die gewünschte Form
gebracht wird.
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Bei der Hüftgelenkdysplasie des Hundes sind die Gelenkpfanne des Beckens und
der Gelenkkopf des Oberschenkels fehlerhaft ausgebildet. Das Gelenk wird
fehlerhaft belastet und erleidet im Laufe der Zeit eine Arthrose.
Wenn bei einem jungen Hund eine Hüftgelenkdysplasie
festgestellt wird, ohne dass sich bereits eine deutliche Arthrose gebildet hat,
kann die Gelenkpfanne in einigen Fällen umgestellt und damit ein
"Herausspringen" des Oberschenkelkopfes verhindert werden.
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Bei einigen Hunderassen (z.B. Shi Tzu, Mops, Französische Bulldogge, Englische Bulldogge) kommt es aufgrund der verkürzten Nase und dem verengten Naseneingang zu einer Einengung der Atemwege und damit bei Anstrengung oder Aufregung zu Atemgeräuschen. Einige Hunde sind zu körperlichen Belastungen nicht mehr in der Lage. Die Therapie des Brachycephalensyndroms besteht in einer Operation. Je früher die Tiere operiert werden, desto besser sind die Aussichten auf einen langfristigen Erfolg. In der Regel führt die Operation zu einer deutlichen Verbesserung der Atemfunktion.
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Bei einigen Tieren bestimmter Hunderassen (z.B. Neufundländer, Deutsche Dogge) kommt es aufgrund der verlängerten Unter- und Oberlippe zu einem übermäßigen Speichelfluss aus dem Mundwinkelbereich. Eine chirurgische Korrektur führt zur Umleitung des Speichelflusses in die Maulhöhle und damit zu einer Verminderung des Verlustes. Die Operation wird nur durchgeführt, wenn der Speichelfluss massiv übersteigert ist und für das Tier ein medizinisches Problem darstellt. Ob die Korrektur bei Ihrem Tier sinnvoll und notwendig ist, kann nur durch eine Voruntersuchung geklärt werden.
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Die Ureterektopie ist eine Missbildung, bei der zumeist ein Harnleiter nicht in die Harnblase, sondern in die Harnröhre mündet. Der Harn dieses Harnleiters wird dann nicht in der Harnblase gesammelt, sondern geht unkontrolliert als "Tröpfchen" oder auch schwallartig verloren (Inkontinenz). Wenn Ihr Tier seit Welpenalter inkontinent ist, zwischenzeitlich aber kontrolliert Urin absetzen kann, sollte auf das Vorliegen von ektopischen Harnleitern untersucht werden. Die Operation besteht in der Korrektur des Harnleiterverlaufes und der -mündung. Nicht alle Tiere sind nach der Operation vollständig kontinent, meist tritt aber eine deutliche Verbesserung ein.
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Der zweite Halswirbel besitzt einen zapfenförmigen Fortsatz, der in eine Aussparung des ersten Halswirbels hinein ragt und mit Bändern so fixiert ist, dass eine Drehbewegung (z.B. Kopfschütteln) möglich ist - jedoch eine stabile Verbindung zwischen beiden Wirbeln besteht. Bei Hunden, die den "Zwergrassen" angehören (z.B. Chihuahua, Pekinese), kommen gehäuft angeborene Defekte des Gelenkes vor. Hierdurch kann es zur Einengung des Rückenmarkes und damit zu Schmerzen im Halsbereich und Lähmungserscheinungen an allen vier Beinen kommen. Durch die Operation wird eine feste Verbindung zwischen den beiden Wirbeln hergestellt, die im weiteren Verlauf miteinander verknöchern. Wenn Ihr Tier plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen zeigt, sollten Sie unverzüglich in die Klinik kommen. Beim Transport ist das Tier möglichst wenig zu bewegen und sollte am besten auf der Seite liegen. Am sichersten ist der Transport auf einem Brett oder einer stabilen Matte.
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Unter dem Thorax versteht man den Brustkorb. Er beinhaltet lebenswichtige Organe (unter anderem Herz, Lunge, große Gefäße). Da die Lunge bei einer Eröffnung des Brustkorbes in sich zusammen fällt, sind Operationen im Thorax nur möglich, wenn bei der Narkose besondere Vorkehrungen getroffen werden. Insbesondere ist die künstliche Beatmung der Patienten lebenswichtig. Auch besteht im Vergleich zu anderen Operationen ein erhöhtes Risiko, durch Verletzung der genannten Strukturen das Leben des Patienten zu gefährden. Daher sollte Thoraxchirurgie nur von erfahrenen Chirurgen ausgeübt werden. In unserer Klinik bestehen sowohl die technischen Möglichkeiten als auch sachkundiges Personal zur Durchführung zahlreicher Thorax-Operationen.