Spezielle chirurgische Leistungen unserer Tierklinik - Ureterektopie, Ektopischer Ureter, Fehlerhafte Harnleitermündung |
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Die Funktion der Harnleiter besteht im Transport des Urins
von den Nieren zur Harnblase. Von jeder der beiden Nieren zieht ein Harnleiter
zur Harnblase. In der Harnblase wird der Urin gesammelt, bis er kontrolliert und
in größerer Menge abgesetzt wird. Die Verbindung zwischen Harnblase und
Außenwelt ist die Harnröhre. Die Ureterektopie ist eine
Missbildung, bei der ein (selten auch beide) Harnleiter nicht in die Harnblase,
sondern in die Harnröhre mündet. Der Harn dieses Harnleiters wird dann nicht
in der Harnblase gesammelt, sondern geht unkontrolliert als
"Tröpfchen" oder auch schwallartig verloren. Der im nicht betroffenen
Harnleiter transportierte Urin wird hingegen normal gespeichert und kontrolliert
abgesetzt. Normaler, kontrollierter Harnabsatz wird als "Kontinenz"
bezeichnet. Unkontrollierter Harnabsatz wird "Inkontinenz" genannt.
Hierfür gibt es zahlreiche mögliche Ursachen, die vor der Diagnose von
ektopischen Harnleitern ausgeschlossen werden müssen.
Wenn Sie ein Tier
besitzen, das seit Welpenalter inkontinent ist, zwischenzeitlich aber
kontrolliert Urin absetzen kann, sollte auf das Vorliegen von ektopischen
Harnleitern untersucht werden. Weibliche Tiere zeigen die Erkrankung häufiger
als männliche. Wird die Diagnose gestellt, sollte das Tier baldmöglichst
operiert werden. Die fehlerhafte Harnleitermündung kann zur Stauung des Harns
und damit nach und nach zur Zerstörung der entsprechenden Niere führen. Die
Operation besteht in der Korrektur des Harnleiterverlaufes und der -mündung. In
einigen Fällen muss eine Niere entnommen werden. Das ist nur möglich, wenn die
andere Niere einwandfrei arbeitet. Die Nierenfunktion muss in jedem Fall
überprüft werden. Da die Erkrankung häufig auch mit anderen, weniger
offensichtlichen Missbildungen der Harnwege einher geht, sind nicht alle Tiere
nach der Operation vollständig kontinent. Meist tritt aber eine deutliche
Verbesserung ein.
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